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HDTV ist in aller Munde und das Verkaufsargument bei den Flachbildschirmen. Was bedeutet HDTV eigentlich !
HDTV hat im Vergleich zum herkömmlichen Pal-Bild die rund 5fache Zeilenauflösung.
Simpel ausgedrückt bekommt man also ein 5 mal besseres Bild als vorher. Der in Europa verbreitete Pal-Standard verfügt über eine Auflösung von 576
sichtbaren Zeilen (vertikal) und maximal 720 Linien (horizontal) mit 50 Hz Bildwiederholrate. HDTV wird hingegen mit bis zu 1080 Zeilen und 1920 Linien übertragen. (genauere
Angaben über die Technik der HDTV-Übertragung finden Sie hier.) Und tatsächlich sind die Detailgenauigkeit, die Farb-und Kontrastwiedergabe
beeindruckend. So beindruckend das jeder der diese Bilder gesehen hat, sie am liebsten auch
zu Hause empfangen möchte. Um HD-Bilder in der vollen Qualität genießen zu können braucht man jedoch
ein Fernsehgerät mit entsprechender Auflösung. Das heißt, es muss HDTV in den
Auflösungen 720p (=1280x720) /1080i (=1920x10809 ) darstellen können. Herkömmliche
Röhrenfernseher sind dazu nicht in der Lage. Und hier kommen die LCD- oder Plasma-TV`s ins Spiel da diese überwiegende
mit der notwendigen höherer Zeilenanzahl produziert werden. (Ausnahmen sind
z.B. Sharp`s "Paloptimal" Geräte deren Produktion aber mittlerweile
eingestellt wurde.) Ein verlässlicher Indikator ist das „HD-Ready“ Logo. Flachbildschirme mit
diesem Aufdruck sollten uneingeschränkt HDTV fähig sein. Weiterhin braucht man einen Decoder, der die vom Satelliten gesendeten Signale
in fernsehtaugliche Signale umsetzt. Also einen speziellen digitalen Sat oder
Kabelreceiver. Dieser muß den neuen HDTV-Standart MPEG-4-AVC/H.264 empfangen und verarbeiten
können. Gab es Anfang des Jahres 2006 lediglich 2 Anbieter dieser Decoder, Humax (PR-HD1000)
und Pace (DS-810), entspannt sich die Lage derzeit. Mit z.B. Kathrein, Technisat
oder Philips sind mittlerweile mehrere Hersteller am Markt vertreten.
Es gibt auch schon integrierte Lösungen wie zum Beispiel den „LDE-HD32S“
von Humax. Oder den "Linus32HDTV100" von Metz. Hat man einen Flachbildschirm, einen HDTV-Decoder und eine digitale Sat-Anlage
oder einen Kabelanbieter der HDTV-Programme ins Netz einspeist, muss man diese
Komponenten nur noch verbinden. TV und Decoder müssen dabei über ein HDMI- oder alternativ über ein YUV Komponentenkabel
verbunden werden. Nur über diese Verbindungen wird das HDTV-Signal in voller
Auflösung und Qualität übertragen. Wobei es bei YUV Einschränkungen gibt die
mit dem neuen Kopierschutz HDCP zusammenhängen. Die HDCP-Technik erlaubt ein Downgrade der Analogausgänge (YUV) von HD-Auflösung
auf PAL-Auflösung. Auch ein komplettes abschalten der Analogausgänge und der
Stereo oder Surroundsound-Ausgänge ist möglich. D.h. Kunden mit einem Fernsehgerät
ohne „HD-Ready“ Logo könnten kein kopiergeschütztes HDTV Bildmaterial in voller
Auflösung sehen. Desweiteren kann durch digitale Steuersignale (Broadcast flag) ein
Aufnehmen des geschützten Programmes unterbunden werden. Über den (Un)Sinn dieser Regelung kann man sich trefflich streiten. Die Filmindustrie
und sämtliche Rechteinhaber, werden auf das Raubkopiererproblem verweisen. Wenn die Hardware aufgebaut und angeschlossen ist, braucht man nur noch die
Software sprich die entsprechenden Programme. Das Angebot an komplettem HDTV-Programm ist derzeit noch etwas dürftig. Es gibt derzeit nur
wenige deutschsprachige Programme die mehr oder weniger vollständig
in HDTV senden. Vor allem Premiere befriedigt den HDTV-Zuschauer mit 2 Sendern. Dies sind Discovery-HD und Premiere-HD. Da Premiere aber ein Abosender
ist, gibt es die HDTV-Vollbedienung nur gegen Bezahlung. "Free to Air" ist seit Mitte Mai
2006 ist ein neuer Anbieter auf Sendung
. "ANIXE-HD".
Bei Anixe wird das komplette Programm in HDTV gesendet werden . Und das
freiempfangbar also kostenlos. Allerdings sendet ANIXE-HD viele ältere
Filme die nur auf HDTV Niveau hochgerechnet
werden. Für Fussballfans aber sehr
interessant dürfte die Ausstrahlung
von bestimmten Bundesligapartien in echtem
HDTV sein. Auch ein Demokanal, Astra HD, ist gebührenfrei. Über Astra-HD werden Trailer
in HD Qualität gesendet. Darum ist dieser Sender vor allem für Präsentationen
und Vorführungen interessant. Ebenfalls frei empfangbar waren bis 16.2.08
Sat 1HD und Pro 7 HD. Diese sendeten auf einem speziellen
Transponder, parallel zu ihrem „normalen“ Programm, in HD. Allerdings mit Einschränkungen
d.h. richtig HDTV wird nur zu bestimmten Sendezeiten und Ereignissen, z.B. das
Championsligefinale, gesendet. Ansonsten wurde, wie bei ANIXE, herkömmliches Bildmaterial auf HDTV Qualität hochgerechnet.
Interessanterweise übertrugen SAT.1 und Pro7 dieses Material mit eingescannten
schwarzen Balken links und rechts. Man überträgt also eigentlich ein 4:3 Bild
im 16:9 Format. Darüber braucht sich aber niemand mehr aufzuregen denn aus
Kostengründen wurde der Sendebetrieb
vorerst eingestellt. Ab Juli 2008 will
Arte
sein Programm über Astra 19° in
HDTV ausstrahlen. Zu Beginn wird aber noch
viel hochscaliertes Bildmaterial gesendet.
In ein bis zwei Jahren soll der Anteil der
echten HDTV Sendungen 100% betragen. Auf
Eutelsat 13° findet man den Schweizer
Sender HD SUISSE. Dieser sendet überwiegend
verschlüsselt. Lediglich Eigenproduktionen
und einige Landschaftsbilder sind frei zu
empfangen. Weitere HDTV Sender sind z.B.
BBC-HD auf Astra 28,2° oder Luxe.TV
auf Eutelsat 9°. Fazit. HDTV steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Das betrifft
das Senderangebot als auch die Technik. Das „HD-ready“ Logo z.B. gibt es erst
seit Januar 2005. Die ersten Decoder sogar erst seit März 2006. Aber nicht umsonst beschäftigt HDTV alle Verkäufer, Produzenten und Endverbraucher.
Der Qualitätssprung gegenüber dem „alten“ Fernsehen ist einfach zu groß. Und
die Flachbildschirme sind ideal dafür geeignet HDTV brilliant und bildgewaltig
darzustellen. Es lohnt sich also auf jeden Fall auf ein größeres Programmangebot
zu warten oder die vorhandenen Sendungen intensiv zu nutzen.
Stand 19. 2. 2008
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